Die Lösung. Kathodischer Korrosionsschutz. So funktioniert’s.

Wenn das Potenzial zwischen Metall (z. B. Rohrleitung oder Behälter) und Elektrolyt (Erdreich) ausreichend gesenkt wird, kommt die Oxidation zum Stillstand.

Die Ionenwanderung wird beim kathodischen Korrosionsschutz (KKS) eingeschränkt, im günstigsten Fall sogar gestoppt. Der stählerne Behälter (Gastank / Rohrleitung), muss somit keine elektrisch neutralen Atome aus dem Metallverbund mehr zu den positiv geladenen Ionen im Elektrolyten abgeben. Die Materialabtragung (Korrosion) kommt zum Stillstand.

Galvanische Korrosionsschutzanlage

Der gefährdete Behälter wird elektrisch leitend mit einem Metall verbunden, das leichter oxidiert und gemäß der elektrochemischen Spannungsreihe unedler ist, z. B. Magnesium. Diese so genannte Anode gibt über das Eisen Elektronen an Akzeptoren (z.B. Sauerstoff) in der Umgebung ab.

Die Oxidation findet also am Anodenmaterial statt. Es löst sich langsam auf (Opferanode), das Eisen bleibt unangegriffen. Da die Anode sich verbraucht, muss sie von Zeit zu Zeit durch eine neue ersetzt werden.

Anwendungsbereich

  • kleinere und im Allgemeinen gut isolierte Schutzobjekte wie z. B. epoxidharzbeschichtete Lagerbehälter

Vorteile

  • geringe Installationskosten
  • geringerer Wartungsaufwand
  • kein Stromanschluss notwendig
  • extrem ausfallsicher

Bemerkung

  • anwendbar für kleinere Schutzobjekte mit guter Umhüllung

Korrosionsschutzanlage mit Fremdstrom

Der Korrosionsschutz durch Fremdstrom ist ein Verfahren, das die Ionenwanderung durch einen von außen aufgezwungenen Strom unterbindet. Hierzu wird ein Schutzstrom, der von einem speziellen Schutzstromgerät eingeprägt wird, durch das Metall geleitet.

Zunächst werden in der Umgebung der zu schützenden Anlagen Anoden eingebaut und an das Schutzstromgerät angeschlossen, mit dem die Anode positiv und die Behälter als Kathode negativ geladen werden. So wird der Korrosionsvorgang umgekehrt. Der Schutzstrom, der nun zwischen Anode und Kathode (dem Behälter) fließt, bewirkt, dass die mit dem Erdreich kontaktierten Metalloberflächen zur Stromaufnahme quasi gezwungen werden.

Chemisch ausgedrückt: Die Ionenwanderung vom Metall hin zum Elektrolyt, dem Wasser oder Erdreich, durch die ja der Materialabtrag erfolgt, wird gestoppt. Eine Korrosion ist nicht mehr möglich. Auch bei diesem Verfahren muss die Anode nach einiger Zeit ersetzt werden.

Anwendungsbereich

  • größere Lagerbehälter und Behältergruppen, Pipelines, Fernwärmenetze, Stahlwasserbauwerke wie Schleusen, Kanalüberführungen, Spundwände etc., Filterkessel

Vorteile

  • vielfältige Einsatzmöglichkeiten
  • Anlage ist regelbar
  • Anlage kann fernüberwacht und ferngesteuert werden
  • große Reichweite

Bemerkung

  • Stromanschluss notwendig